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Schützenverein Reußen e.V.von 1921       

Vereinschronik

Hier stehen die wichtigsten Fakten über unseren Verein sowie sein bisheriges Leben.

                      Der Arb.Schießverein wurde am 21.10.1921 in Reußen gegründet.

Der Schützenverein Reußen e.V. (1708) ist eine Wiedergründung (29.04.1999) und wird in Tradition der Erstgründung 21.10.1921 des Arb.Schützenverein Reußen,

in Reußen, Am Schützenstand 1 weiter geführt.

Der Arb.Schützenverein Reußen gehörte den Arb. Schützenbund Deutschland an, der 1920 in Kassel gegründet wurden war.

Der Bundesvorsitzende Schlegel sagte auf den 4.Bundestag vom 24.bis 27.August in Kassel:                                                                                                                                                 

" Leiter sind wir nicht frei geblieben von gewissen Strömungen, welche darauf hinauszielen, den Bund in politische Fahrwasser zu leiten"                                                                                               

Der Arb.Schützenbund Deutschland ging den gleichen Weg wie alle Sportvereine die politisch nicht neutral blieben.                                                                                     

Die Opposition wurde ausgeschlossen, der Arb.Schützenbund stand im Jahre 1930 vor den Ruin. Durch die reformistische Politik der Spaltung sollten die Arbeiter, die den Schießsport ausüben wollten, bürgerlichen  Schützenvereinen beitreten. 

März 1933

Mit der Besetzung der Bundesschule des ATSB durch SA-Leute begann die Liguidierung des deutschen Arbeitersport durch die Nationalsozialisten das offizielle Verbot des Arb.Schützenbund Deutschland seiner Vereine sowie ihrer Enteignung      

Der Arb.Schützenverein Reußen wurde bereits 1931 per Beschluß in                                                    

                                      K.K.S.V.Reußen                                                                                                                           

                  (Kleinkaliber  Schießverein Reußen) umbenannt. 

                                                 

1. Schießstandweihe war am 29.07.1934 in Reußen,Bahnhofstraße 3

Auszug aus der Schützenzeitung "Deutsches Kleinkaliber Scheiben Schießen"

Ausgabe Nr.9 Jahrgang 1934, im Original vorhanden,

Artikel im Originaltext:

K.K.S.V.Schießen Reußen  Schießstandweihe

Unter reger Beteilung der gesamten Bevölkerung ging am 27.7.ds.Js.die Weihe von 3 auf den Strauchschen Grundstück (Grundstück Körner Bahnhofstraße 3) errichteten Kleinkaliberständen vor sich.

Zu der Eröffnungsansprache gab der Vereinsführer Jahn seine Freude darüber Ausdruck, daß er neben dem Kreis-Sportleiter und den Ortgruppenleiter der N.S.D.A.P., den Vertreter der SA auch den Kriegerverein und den Gesangsverein Reußen begrüßen könne.

Im Namen der Partei beglücktwünschte der Ortgruppenleiter Pg. Richter den Verein zu den nun mehr vollendenten Werk.

Nach Absingen des 1.Verses des Horst-Wesselliedes ergriff der Kreis-Schießsportleiter Petzold, Eilenburg das Wort.Er brachte zum Ausdruck, daß seit der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus, auch die Fesseln gefallen seien, die den Schießsport bisher gehemmt hätten.

Gerade die Schießsportbewegung habe die Fesseln ganz besonders zu spüren bekommen.Trotz Aller Hemmungen und Widerstände habe der Reichsbund Deutscher Kleinkaliber-Schützenverbände jedoch unentwegt sein Ziel verfolgt.

Der Reichsverband habe seinen Mitgliedern eine ganz besonders gründliche Ausbildung im Schießen, in der Behandlung der Waffe und in der Schießlehre allgemein zuteil werden lassen.

Sein Augenmerk sei darauf gerichtet, gute Durchschnittleistungen zu erzielen, jeder deutsche Mann müsse ein guter Schütze werden, darum müsse die Ausbildung des Schießsportes jeden Volksgenossen möglich gemacht werden. Wegen seiner billigkeit sei der Kleinkaliberschießsport deshalb der wahre Volkssport. 

Der Kreissportleiter freude sich, in Reußen einen Verein begrüßen zu können, der bereit sei, im Geiste der übrigen Vereine des Reichsverbandes an dem großen Werk mitzuarbeiten, das uns übertragen wurden ist.

Der Kleinkaliberschießsport sei darum nicht Selbstzweck, sondern Dienst am Volke.

Mit den Sinnspruch

"Allzeit-Treubereit / Für des Reiches Herrlichkeit" 

weihte er die Stände

Unter Überreichung einer vom Gau gestifteten Ehrenscheibe überbrachte er die Grüße des Gauleiter.

Bald ließen die Büchsen ihr lustiges Lied erklingen.

Die vom Gau gestiftete Ehrenscheibe errang Walter Biermordt (Reußen )

Den besten Schuß auf die Vereinscheibe gab Untffz.Petzold, 3.Nachr.-Abteilung ab.

Den 1.Preis (Hitlerbild) errang Emil Strauch jun. mit 55 Ringen.                                                

Mit gleichen guten Leistungen gingen auch die übrigen Preise weg.

 

Eingetragene Vereine der Gemeinde Reußen 1934

Freiwillige Feuerwehr Reußen                         Brandmeister Paul Albrecht

Gesangsverein Reußen                                    Lehrer   Otto Grabe

Kleintierzüchterverein Reußen und Umg.      Vorsitzender Reinhold Denkewitz

Schießverein Reußen                                      Vorsitzender Werner Jahn